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Foto nordische Landschaft

22. August 2011

R.I.P. Hole In The Sky: The Last Supper mit Satyricon, Immortal, Enslaved und (den Überlebenden von) Mayhem

Requiescat in pace: Die zwölfte Ausgabe des Hole In The Sky-Festivals vom 24. bis 27. August 2011 im norwegischen Bergen ist zugleich die letzte. Aus. Schluss. Vorbei. Eines der besten (Black Metal) Festivals ist Geschichte.

Aufhören wenn es am schönsten ist …

»Es war keine einfache Entscheidung, aber wie man so schön sagt: Alles Gute geht vorbei.«, so die Veranstalter zu denen auch Enslaved-Gitarrist Ivar Bjørnson gehört. Die Organisatoren wollten aufhören solange Hole In The Sky (HITS) an der Spitze steht. Möglicherweise hat auch der für Dezember geplante Umbau des Clubs USF Verftet, Veranstaltungsort des Festivals seinen Teil dazu beigetragen.

Mayhem-Bassist Necrobutcher hat einen besonderen Auftritt angekündigt, ebenso wie Ivar von Enslaved und Abbath von Immortal. Übrigens hat mit den Sons Of Bergen alias Immortal, das Hole In The Sky begonnen – und mit Immortal wird es am Samstag, 27. August 2011, enden.

… und ein Rückblick:

Das HITS wurde anno 2000 im Gedenken an Erik »Grim« Brødreskift (Immortal, Gorgoroth, Borknagar) gegründet und war das erste jährliche Festvals Norwegens – und von Anfang an ausverkauft.

Hier spielten bereits Venom, Autopsy, Carcass, Testament, Pentagram, Voivod, Enslaved, Gorgoroth, Danzig, Celtic Frost, Exodus, Morbid Angel, Sodom, Opeth, Napalm Death, Mayhem, Obituary, Kreator, Immortal, Destruction, Paul Di’Anno, Impaled Nazarene, Samael und Satyricon.

Fest steht: Das ist die allerletzte Gelegenheit jemals beim legendären Hole In The Sky dabei zu sein – holt euch eure Karte!

23. Juli 2011

Hel(l) aktuell XI: Tuska 2011, Heißer Freitag

Tuskaaaaa!

Lange angekündigt, jetzt ist es passiert: Das Tuska Open Air ist vom Zentrum (Kaisaniemi) nach Osten (Kalasaatama) gezogen: »Helvetistä Itään«. Das Gelände hat Industriecharakter, hier regieren Beton und Asphalt, keine grünen Hänge mehr zum entspannten Abhängen – dafür gibt es jetzt eine Bühne mehr, also insgesamt vier.

Schatten ist Mangelware … und das bei höllischen Temperaturen. Oder um es mit den Worten von yahoo auszudrücken: »Wo ist eigentlich der Sommer? Der Sommer macht derzeit Urlaub. Helsinki – wohlgemerkt Finnland – schwitzt aktuell bei 31 Grad und reichlich Sonne nur so vor sich hin.«

Arch Enemy (S)

Tuska 2011 beginnt für mich am Freitag erst um 15 Uhr mit Arch Enemy, die hier mächtig schwitzen. Fronterin Angela Gossow: »Letztes Mal hab ich gesagt ‘kein Regen’ … jetzt wäre ich dankbar für etwas Nässe von oben!«

Und weiter: »Finland, the hottest country in metal!«, ‘bildlich gesprochen’, verdeutlicht die deutsche Sängerin, die es schafft trotz dieser frühen Spielzeit (warum eigentlich so früh?) die Fans in ihren Bann zu ziehen.

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30. April 2011

Friska Viljor und William The Contractor im Karlsruher Substage

Als Friska Viljor am heutigen Freitag, 29. April 2011, um 22 Uhr die Bühne des Karlsruher Substages betreten, habe ich ein Déjà-vu: Standen, pardon, saßen eben nicht schon der Schlagzeuger und Bassist als Vorband auf der Bühne?

Doch, William The Contractor, alias der Schlagzeuger von Friska Viljor, alias Markus Bergqvist hat (unterstützt durch den Bassisten) just sein aktuelles Album »TALL STORIES« beworben.

Doch jetzt stehen Friska Viljor vorne, genauer gesagt: Sänger/Gitarrist Joakim Sveningsson und Gitarrist/Sänger Daniel Johansson haben drei Mann an Bass, Schlagzeug und Keyboard mitgebracht, um das (äußerst seltsame) Publikum zum Tanzen zu bringen.

Das gelingt ihnen auf Anhieb, denn die erste Hälfte des Gigs klingt chronisch fröhlich –  erst dann werden die Schweden chronisch melancholisch wie mit »Useless«.

Instrumentiert mit Ukulele, Melodica, Mandoline, Ukulele, Trompete, … spielt die Kapelle ihren Folk-Pop-Mix, viele Stücke stammen vom aktuellen Album »THE BEGINNING OF THE BEGINNING OF THE END« wie »Larianov«, »Passionseeker«, »Come On« oder »Malou«.

Der Sound ist verdammt gut, kein Vergleich zum alten Substage, auch die Lichtshow passt.

Das wichtigste für die weiß gewandeten Fronter ist die Interaktion mit den begeisterten 500 Fans: So erzählt Joakim zu dem akustischen »My Thing« die Hintergrundgeschichte, die davon handelt wie er als Teenie-Tagen von einem Mädchen auf einer Party geküsst wurde – und in seiner Verzweiflung, was tun?, zum mit Alkohol gefüllten Kühlschrank floh.

Publikum: »Oooooooh«. Joakim: »Thanks for your sympathetic sounds!« Als er sich dann Mut antrank, war die Angebetete verschwunden (»Oooooooh«).

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27. April 2011

Endspurt: Inferno 2011

Statt mit Bands beginnt der letzte Festivaltag für mich mit Filmen: »Once Upon A Time In Norway« heißt die Dokumentation über die Anfänge des norwegischen Black Metals, von Mayhems Anfängen bis zu den frühen Neunzigern, die erstmals beim BIFF (= Bergen International Film Festival) im Oktober 2007 gezeigt wurde.

Im Anschluss folgt ein Mitschnitt eines Darkthrone-Gigs aus dem Jahre 1990, als die Jungs noch Death Metal spielten. Vor allem der zweite Film entlockt den wenigen Zuschauern manches Lachen. Wieso sich so wenige Leute ins Kino verirrten, ist mir rätselhaft. Zu wenig Werbung dafür, zu wenig Interesse oder sind die dadurch verpassten Bands Slavia und Manifest so sehenswert?

Im John Dee verklingen gerade die letzten Takte von Imperium Dekadenz, die es aus dem beschaulichen Villingen bis aufs Inferno geschafft haben. Prädikat: hörbar. Dann wird die Amizone im Rockefeller eröffnet, mit den ziemlich heftigen Deathern Malevolent Creation. In den Keller verbannt sind am Samstag die einheimischen Bands, wie die Death-Thrasher No Dawn.

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26. April 2011

… das Inferno 2011 geht weiter


Den Freitag sehe ich als Ruhetag: Mich interessieren nur die »Unsterblichen«, alias die Sons Of Northern Darkness, alias Immortal.

Doch wo ich schon mal hier bin, schaue ich mir die einheimischen Djerv an, eine neue Truppe aus Mitgliedern von Trelldom, Stonegard und Animal Alpha. Die Band um Ex-Animal Alpha-Fronterin Agnete Maria Forfang Kjølsrud hat den undankbaren Opener-Posten im Rockefeller.

Etwas schrill, aber nicht ganz so durchgeknallt wie Animal Alpha klingen sie, mit einer Mischung aus Rock und (Black) Metal, plus extrem bangender Sängerin – mit einer Frisur wie Marie Fredriksson zu Roxettes Blütezeit. Immerhin vereinen sich genug Leute vor der Bühne, um Agnete für die letzte Strophe des letzten Lieds auf Händen zu tragen.

Im Keller geht’s weiter mit fucking Old School Black Metal von Astaroth. Die Norweger stellen keinerlei Anspruch an technische Raffinesse, High End Sound, Innovation oder im-Ohr-bleiben, aber machen mächtig Spaß.

Der Rest geht ungehört vorbei, denn eigentlich interessiert heute – oder das ganze Festival lang – nur eine Band: Immortal.

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