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Foto nordische Landschaft

11. Mai 2006

Hitsen Från Blitzen – der wahre Schwedenpop

 Wie die kleingeholzten Wälder, die palettenweise und äußerst platzsparend gestapelt in den blaugelben Wellblechbunkern neben den urschwedischen 1-Euro-Hotdogs weltweit feilgeboten werden: Schwedische Musik ist immer Exportprodukt. Schweden singen Englisch, weil unterm Strich bei allen Elchsalami-Essern, Nordkap-Anglern und Schwarzbrennern gerade einmal so die läppische (samt lappische) neun Millionen Marke geknackt wird. Und auch weil selbst bei relativem Erfolg, großausgedehnten Touren durch sämtliche Provinzen die durchschnittlichen Verkäufe und Toureinnahmen nicht reichen, um die wackelbeinige Existenz des Musikerdaseins ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Das Ausland lockt derweil mit Sympathiekärtchen für Schwedenpop – da liegt die Versuchung nicht fern, mit englischen Texten die Geldbörsen aus den Hintertaschen zu locken. Schweden auf Eroberungskurs!

Doch es gibt sie, die Bands, deren kauzige Erstsprache mit den vielen verschluckten Endungen einfach Bestandteil ihres Klangguts ist. Schweden singen Schwedisch! Allerdings versteckt der wahre Schwedenpop sich ein bisschen und ist hoffnungslos in der Unterzahl. Gerade einmal die männliche Hälfte von Roxette, Per Gessle, mit seiner reanimierten Band Gyllene Tider schafft es, mit dem ewigen Sommerhit »Sommartider« und Alben wie »Moderna Tider« die Kassen zum klingeln und die Stadien zum Mitgröhlen zu bewegen. 25 Jahre dauern die Goldenen Zeiten schon an und die Band dürfte inzwischen schon kurz vor der »Goldenen Nase« stehen.

Aber in einem Land, wo 300 staatliche Musikschulen zur Folge haben, dass fast jeder Zweite ein Instrument beherrscht und das öffentliche Interesse an Musik ist nicht wie in Deutschland nur Randthema ist, sondern wirtschaftliche Interessen mit einem ausgeprägten kulturellen Empfinden verbindet, gibt es mehr zu entdecken!

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09. Mai 2006

Kari Bremnes in der Hamburger Fabrik

Kari Bremnes live in der Hamburger Fabrik 2006Es war natürlich wieder ein Pflichtbesuch, nachdem ich mich durch Kari Bremnes' komplette Discografie gearbeitet hatte und sie vor einigen Monaten interviewt hatte: ihr Auftritt in der Hamburger Fabrik am 5. Mai.

  • Helge Norbakken ist jedes Mal, wenn ich ihn höre, noch besser geworden.
  • Neben Bengt Hanssen (Keyboards) war diesmal noch ein Trompeter dabei: Mathias Eick (sonst bei Jaga Jazzist, Motif, Motorpycho, Iro Haarla, u.v.m.) trat damit live in die Fußstapfen, die Nils Petter Molvær und Arve Henriksen im Studio getreten hatten.Die Fabrik war diesmal bestuhlt. Passt zur Musik.
  • Kari Bremnes legte den Schwerpunkt auf die Songs ihres neuen Albums – die Auswahl der Songs »Ansiktet Te Månen«, »En Stemme I Athen«, »Per Og Paul Og Janus« und »Over En By« hätte ich anders getroffen, aber sie war im Rahmen des Konzerts ok.
  • Apropos »Over En By«: Bei der Ansage zu diesem Lied, mit dem sie das reguläre Programm beendete, verhaspelte sie sich, denn zuvor sollte laut Setlist noch der »Schrei« gespielt werden. Die Überleitung in letzter Sekunde war jedoch elegant, und die meisten Konzertbesucher bemerkten den Fauxpas sicher nicht.
  • Wenn Dirk Achim Dhonau im Programmheft der Fabrik aus meinem Interview mit Kari Bremnes zitiert und sogar seine Headline »Joni Mitchell des Nordens« aus meiner Rezension entnimmt, ehrt das zwar, aber ohne Quellenangabe wirkt das doch immer etwas lausig und unehrenhaft.

05. Mai 2006

25 Minuten später

MaskeUnd:

Fünf Minuten warten.

Weil:

Muss ja noch ein bisschen abkühlen, bis man unter die Menschen kann.

Man will ja niemanden unnötig erschrecken.

05. Mai 2006

Lordi Mehl Eier

Wie man so eine Maske herstellt?

500 Gramm Mehl, ein Kilo Butter aus dem Reformhaus, 250 Gramm Zucker, vier angebrütete Eigelb, eine Messerspitze schwarze Schuhcreme, 1 Kilo Nägel (unsortiert) sowie einige Schnipsel Plastiktüten und eine Prise OP-Besteck.

Alles gleichmäßig aufs Gesicht verteilen und 20 Minuten auf mittlerer Stufe backen.

Achtung: Nicht zwischendurch den Backofen öffnen. Maske kann zusammenfallen. 

05. Mai 2006

Lordi Masken

Wenn ich gewusst hätte, dass Lordi von Lordi in meiner schönen Stadt weilt, ich hätte mir auch glatt so eine Maske aus Kuchenteig gezimmert und wäre damit durch die Gegend gestrolcht und bei meinem Glück hätten wir uns bestimmt getroffen und ich hieße ab heute "Lordi Remix Home Version" und Olli Dittsche könnte endgültig einpacken.

 
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