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Foto nordische Landschaft

07. Februar 2016

5.000 Laternen mit Oakland Rain

Ich bin ein großer Fan der Schweiz. Eine grandiose Nation der Fußballtorhüter! Roman Bürki, wir vermissen dich beim SC Freiburg! Und dass Gladbach-Goalie Yann Sommer neuerdings ein eigenes Kochblog schreibt, das ist sehr cool! Merci vielmals für das tolle Kuchenrezept letztens! Ich finde im Übrigen, dass die Schweiz in diesem Jahr Fußball-Europameister werden soll. Oder Zweiter hinter Island. Die Schweiz ist auch deshalb so wunderbar, weil dort jedes Jahr im Februar in St. Gallen das feine Nordklang-Festival stattfindet. Die Eidgenossen haben ein sehr gutes Händchen dafür, interessante Newcomer aus dem hohen Norden zu entdecken. In diesem Jahr sind mir im Line-Up besonders die rothaarigen Zwillingsschwestern aus Norwegen aufgefallen. Oakland Rain heißen die beiden 19jährigen Grazien mit den Kulleraugen, die frischen, sehr romantischen und mitunter rotzfrechen Folkpop zelebrieren. Mit der Betonung auf Pop! Mit Betulichkeit haben Charlotte und Maren Wallevik Hansen nichts zu tun, und Scheu vor Grenzüberschreitungen kennen sie auch nicht. So flirten im Disco-Track »Elephant Nation« offenkundig mit dem Mainstream, aber hey! Zumindest sind sie keine langweiligen Klampenliesen, wie es sie zuhauf gibt! im Song »Shotgun« umarmen sich Country und Electronica und harmonieren erstaunlich. Die Zwillinge sind bekennende Kalifornien-Fans, seitdem sie ein Jahr an der Westküste verbracht haben. Die offene Attitüde der Kalifornier haben sie sich zu eigen gemacht, und Angst vor großen, überkandidelten Tönen haben sie auch nicht. Im vergangenen Jahr haben sie eine erste EP vorgelegt. Die ruhige, herzschmerzige Piano-Ballade »5000 Lanterns« gefällt sehr.

18. September 2009

Heute in meiner Post: Decadence – artgerecht verpackt

Na DAS nenne ich mal artgerechte Verpackung.

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So landete das neue Album »CHARGEPOINT« von Decadence in meinem Briefkasten.  Artgerecht bis zur Briefmarke – sagt mal, habt ihr die alle aufgekauft?
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25. April 2009

Heute in meiner Post: Bullet

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Heute in meiner Post: »HEADING FOR THE TOP« von den schwedischen Bullet.  Auf Vinyl! Auf weißem Vinyl!
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25. Mai 2008

Eurovision Song Contest: Satz mit X …

…das war wohl nix. Den Exotenbonus Marke Lordi hatten Teräsbetoni nicht. Außerdem fehlten möglicherweise englische Texte, Horrormasken und vor allem: selbstausklappende Flügel. Die Finnen landeten gerade mal auf Platz 22, schlechter bewertet wurden nur noch Deutschland, Polen und Großbritannien.

Norwegen erreichte einen souveränen fünften Platz, musste sich nur Russland, Ukraine, Griechenland und  Armenien geschlagen geben.
Die restlichen Nordlichter dümpelten auf den hinteren Rängen vor sich hin: Dänemark (15), Island (14), Schweden (18). Mehr zum Finale findet ihr hier.

Hei Finnland, probier’s doch näxtes Jahr mal mit Stam1na, Bomfunk MCs — oder Eläkeläiset.

03. Januar 2008

Musik von vorne: Bands für 2008 [4/4]

Natürlich hätten wir diese Liste noch viel länger machen können. Und müssen! In Norwegen tummeln sich in Oslo und in der Bergen-Szene noch exzellente Künstler (beispielsweise die genialen Avantgardeure von Shining und Italo-Beatmeister Lindstrøm ), in Schweden reißt die Serie an wunderbaren Folkpop-Musikern nicht ab und Finnlands Bands haben 2007 schon dominiert. Man nenne an dieser Stelle Rubik und Sister Flo. Nach Teil eins und zwei und drei gibt es hier nun weitere Exemplare aus der spannenden skandinavischen Musikszene.

LAU NAU (FIN)

 Der Wodkaverbrauch in den düsteren Monaten steigt in Finnland gen unendlich. So lautet ein weitverbreitetes Klischee. Bei Lau Nau dürfte neben Patchouli eher das ein oder andere Kraut die Lebensadern weiten und so für den passenden Singsang sorgen. Man stellt sich quasi automatisch vor, die Frau hinter diesem Projekt haust mit zerzausten Haaren in irgendeinem Märchenwald und lässt einmal pro Tag schleppend ihre geränderten Fingernägel über die Harfe sausen. Das ist avantgardistisch und weird, aber so was muss es eben auch geben. Es geht hier eher um Sounds als Songs, allerdings muss Laura mit ihren rekrutierten Waldschraten die gerade eingespielten für ihr neues Album auswählen. Mit Glück erscheint es 2008. Zum Weiterhören empfehlen wir den Komplettkatalog des spannenden Labels Fonal, z.B. Valojuopot oder Shogun Kunitoki. Aber Achtung: Circa 96% der zufällig befragten Passanten verneinten die Frage, ob es sich dabei um Musik handele…

Homepage: myspace.com/launau

BLOODGROUP (ISL)

 Wenn hier im ersten Satz etwas wie »blutrünstig«, »brachial« oder »todesmetallisch« stehen würde, wären die Erwartungen wohl passend erfüllt. Aber ein paar Isländische Scherzkekse spielen mit Assoziationen (wie z.B. auch der Kanadier von Destroyer) und lassen danach bunte Luftblasen folgen. Die Mischung ist undefinierbar. Hier wird sich zwischen Elektro, Pop, Soul und Funk bewegt – bunter bemalt als ein Keith Haring-Bild. Stillstehen ist unmöglich, ebenso weitere Informationen über diese Band zu erhalten. Schüttelt Extremitäten zu dieser frischen Band aus eisi Iceland!

Homepage: myspace.com/bloodgroup

BARR (SWE)

 »Barr is Swedish for pine needle. And a seven piece making acoustic mayhem.« So steht es zumindest auf ihrer myspace-Homepage. Bisher gibt es nur wenige Songs, die eingespielt dort ihren Platz finden. An eine offizielle Präsenz oder gar mehr Infos ist nicht zu denken. Aber ihre Folkpop gefällt durchaus mit einer reichhaltigen Instrumentierung und guten Ideen. Dass das Umfeld aus Jenny Wilson und Moneybrother besteht, dürfte da auch nicht gerade hinderlich sein. Ein Label ist allerdings noch nicht gefunden, so dass Zeit genug bleibt, dem Baum beim wachsen der Band beim Werdegang zuzugucken. Würde übrigens super auf Imperial Recordings passen, wo z.B. auch Promise And The Monster (auch total neu), José Gonzalez und Co drauf sind.

Homepage: myspace.com/barrmusic

Es gibt viel zu entdecken. Freuen wir uns also auf 2008!

 
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