<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Polarblog &#187; Plattenfirmen</title>
	<atom:link href="http://polarblog.de/category/plattenfirmen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://polarblog.de</link>
	<description>Nordische Musik Weblog</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 22:04:45 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Beep!Beep! Ja ist denn schon Weihnachten?</title>
		<link>http://polarblog.de/2010/12/14/beepbeep-ja-ist-denn-schon-weihnachten/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2010/12/14/beepbeep-ja-ist-denn-schon-weihnachten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 21:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Beep!Beep!]]></category>
		<category><![CDATA[My Bubba & Mi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=4378</guid>
		<description><![CDATA[Die Musikkonzerne geben die Schlacht noch nicht verloren und setzen unverdrossen darauf, dass mit dem Verkauf von CDs oder MP3s noch Geld zu verdienen ist. Obwohl alle g&#228;ngigen Prognosen zumTontr&#228;ger-Absatz steil nach unten zeigen, will man diese Realit&#228;t in den Chefetagen der Plattenfirmen immer noch nicht zur G&#228;nze wahrnehmen. Einige Jahre lang wird das noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Musikkonzerne geben die Schlacht noch nicht verloren und setzen unverdrossen darauf, dass mit dem Verkauf von CDs oder MP3s noch Geld zu verdienen ist. Obwohl alle g&#228;ngigen Prognosen zumTontr&#228;ger-Absatz steil nach unten zeigen, will man diese Realit&#228;t in den Chefetagen der Plattenfirmen immer noch nicht zur G&#228;nze wahrnehmen. Einige Jahre lang wird das noch funktionieren, aber dann ist wohl endg&#252;ltig Schluss. Vielleicht sollte man die Manager mal mit dem Arbeitsauftrag ins Ruhrgebiet schicken, sich die Geschichte der Kohlezechen in den vergangenen hundert Jahren anzuschauen. Vielleicht f&#228;llt der Groschen dann. Und der erste findige Chef macht ein Museum auf.</p>
<p>Vom Konzept der Geldvermehurng durch Silberlingverkauf hat sich das junge niederl&#228;ndische Label <a href="http://www.beepbeep." class="liexternal">Beep!Beep!</a> schon bei seiner Gr&#252;ndung verabschiedet. Das hei&#223;t: Alle Alben der bei den Utrechtern ver&#246;ffentlichten K&#252;nstler stehen zum freien Download zur Verf&#252;gung. Der gesamte Katalog wird unter einer Creative-Commons-Lizenz sowohl in Stream- als auch in MP3-Format ver&#246;ffentlicht und so v&#246;llig legal f&#252;r lau unters Volk gebracht. Wer das physische Produkt totzdem nicht missen m&#246;chte, kann dies zu moderaten Preisen auch erwerben.</p>
<p>Sind diese Beep!Beep!-K&#228;sek&#246;pfe unverbesserliche Gutmenschen? Nein, garnicht. Sie setzen nur mit bislang durchaus beachtenswerten Erfolg darauf, dass k&#252;nstlerisch anspruchsvolle Alben zum Nulltarif eine wirkungsvolle Werbung f&#252;r Bands darstellen, um neue Fans zu gewinnen. Die dann auch gerne zu Konzerten kommen. Und dort gerne den einen oder anderen Euro f&#252;r Merchandise-Produkte ausgeben. Zugegebenerma&#223;en wird man nicht reich dabei. Weder Band noch Label. Aber es ist zumindest eine Alternative, mit der Krise kreativ umzugehen und Bands in ihrem kreativen Schaffen zu unterst&#252;tzen.</p>
<p>Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ist bei Beep!Beep! aus skandinavischer Sicht das Deb&#252;talbum <a href="http://www.beepbeep.nl/bands/my-bubba-mi/profile/" class="liexternal">HOW IT&#8217;S DONE IN ITALY«</a> der drei jungen Damen <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3183" class="liexternal">My Bubba &#038; Mi </a>zu empfehlen, die einen wunderbar traumverlorenen Folkpop pflegen. Die D&#228;nin, die Isl&#228;nderin und die Schwedin nutzen Hackbrett, Kontrabass, Banjo, Gitarre und innige Vokalharmonien, um einer bitterzarten Melancholie nachzuh&#228;ngen. Nicht nur bei Schneefall, Eisgl&#228;tte und Geschenkehatz auf wundersame Weise die blauen Seelenlandschaften streichelnd.</p>
<p><font face="Verdana" size="1" color="#999999"><br /><a href="http://www.myspace.com/video/vid/103455834" style="font: Verdana" class="liexternal">Apple spell video</a><br /><object width="425px" height="360px" ><param name="allowScriptAccess" value="always"/><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="wmode" value="transparent"/><param name="movie" value="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=103455834,t=1,mt=video"/><embed src="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=103455834,t=1,mt=video" width="425" height="360" allowFullScreen="true" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" allowScriptAccess="always"></embed></object><br /><a href="http://www.myspace.com/402080952" style="font: Verdana" class="liexternal">My bubba &#038; Mi</a> | <a href="http://www.myspace.com/music/videos" style="font: Verdana" class="liexternal">Myspace Music Videos</a></font></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2010/12/14/beepbeep-ja-ist-denn-schon-weihnachten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Digitale Bemusterung, oder: Der Tod des P&#228;ckchens</title>
		<link>http://polarblog.de/2010/02/19/digitale-bemusterung-oder-der-tod-des-paeckchens/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2010/02/19/digitale-bemusterung-oder-der-tod-des-paeckchens/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 21:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[CD-Bemusterung]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Downloads]]></category>
		<category><![CDATA[Pétur Ben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=3337</guid>
		<description><![CDATA[Frei nach Jane Austen ist es eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass der Mensch beim Nachausekommen gerne ein P&#228;ckchen in seinem Briefkasten findet. Aus Tampere, G&#246;teborg, Reykjavik oder Kopenhagen. Ein wattierter Umschlag, der ein neues Album zum Besprechen f&#252;r Nordische Musik enth&#228;lt. Auspacken, sich in Ruhe die Covergestaltung anschauen, das Booklet herausnehmen und ein wenig darin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frei nach Jane Austen ist es eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass der Mensch beim Nachausekommen gerne ein P&#228;ckchen in seinem Briefkasten findet. Aus Tampere, G&#246;teborg, Reykjavik oder Kopenhagen. Ein wattierter Umschlag, der ein neues Album zum Besprechen f&#252;r Nordische Musik enth&#228;lt. Auspacken, sich in Ruhe die Covergestaltung anschauen, das Booklet herausnehmen und ein wenig darin bl&#228;ttern. Und endlich die CD aus ihrem Plastikgeh&#228;use l&#246;sen, in den Player legen und die ersten T&#246;ne h&#246;ren. Besonders bei bislang v&#246;llig unbekannten Musikern immer eine Erfahrung, die dem &#214;ffnen eines Kinder&#252;berraschungs-Eies gleicht. Gef&#228;llt die CD, gef&#228;llt das Artwork, dann wird das betreffende Exemplar an prominenter Stelle ins Regal gestellt, damit es blo&#223; immer gleich griffbereit ist.</p>
<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/02/cd-regal.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3340" title="cd-regal" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/02/cd-regal-150x150.jpg" alt="cd-regal" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Diese konkrete und sehr sinnliche P&#228;ckchen- Erfahrung ist leider ein im Aussterben bedrohtes Ph&#228;nomen. Immer mehr gehen die Labels dazu &#252;ber, die digitale Bemusterung voranzutreiben und simple Download-Links anzubieten. Das kann nicht nur allein daran liegen, dass es Portokosten spart. Oder wird auch bei den gr&#246;&#223;eren Labels jetzt schon auf jeden Pfennig geachtet?</p>
<p>Faktum ist, dass die digitale Versendung von Rezensionexemplaren eine sicherlich nachvollziehbare Sache ist. Aber es ist einfach nicht dasselbe. Das Konkrete, das Haptische fehlt. Vielleicht bin ich altmodisch, aber so sei es. Oder einfach nur sentimental. P&#228;ckchen ist einfach sch&#246;ner!</p>
<p>Zudem scheint mit der Praxis des digitalen Bemusterns ein neues Ph&#228;nomen aufzutreten: Die &#220;berf&#252;lle. Jede hoffnungsvolle Band zwischen Trelleborg und Oulu sendet inzwischen digitale Geschenkpakete ihrer ersten EP an Redaktionen und prominentere Blogger, in der Hoffnung, Aufmerksamkeit zu wecken. Die W&#228;hrung, die z&#228;hlt. Seufzend l&#228;dt man dies oder jenes herunter und ist nicht so richtig am&#252;siert dabei. Manchmal kommt der Eindruck auf, dass etwa drei Viertel der schwedischen Jugendlichen unter 20 in einer Band oder auch in dreien spielt. Aus der &#220;berf&#252;lle wird Beliebigkeit, auch wenn dieser Eindruck ungerecht sein mag.</p>
<p>Genug den guten alten P&#228;ckchen-Zeiten nachgejammert! Positiv denken! Das Konzert von <a href="http://www.myspace.com/peturben" target="_blank" class="liexternal">Pétur Ben</a>, dem isl&#228;ndischen Klampfentroubadour, in der Darmst&#228;dter Guten Stube gestern musste beinahe wegen &#220;berf&#252;llung geschlossen werden, so viele Besucher wollten den selbstironischen Schw&#228;rmer sehen! <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/02/petur.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-3341" title="petur" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/02/petur-300x200.jpg" alt="petur" width="300" height="200" /></a>Was Pétur Ben fassungslos machte, ihm aber nicht der  Leidenschaft beraubte, &#252;ber die verschiedenen Arten der Liebe zu sinnieren oder den Einfluss von Skype auf das eigene Beziehungsleben zu skizzieren. Sch&#246;n! Auf das zu jedem Pétur-Ben-Konzert auf seiner aktuellen Tour &#252;ber hundert Leute kommen m&#246;gen! Details zu finden unter unseren <a href="http://www.nordische-musik.de/tourkonzerte.php?id_tmusiker=635" target="_self" class="liexternal">Tourterminen</a>. Hingehn!</p>
<p>(Fotos: Ben40, Carsten Cramer)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2010/02/19/digitale-bemusterung-oder-der-tod-des-paeckchens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Waschzettel-Lyrik, geklaut und wiedergek&#228;ut</title>
		<link>http://polarblog.de/2010/01/28/waschzettel-lyrik-geklaut-und-wiedergekaeut/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2010/01/28/waschzettel-lyrik-geklaut-und-wiedergekaeut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 22:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Klau]]></category>
		<category><![CDATA[Labels]]></category>
		<category><![CDATA[Musikjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Waschzettel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=3159</guid>
		<description><![CDATA[Alles nur geklaut. In einem sehr lesenswerten Beitrag mit dem Titel Distanz? Recherche? Pah! echauffiert sich Zeit-Online-Redakteur Jan K&#252;hnemund zu Recht &#252;ber die immer mehr um sich greifende Unsitte von Musikjournalisten, die Promo-Texte von Plattenfirmen und Promotern unkritisch zu &#252;bernehmen. Vielfach sogar w&#246;rtlich. Diese journalistischen D&#252;nnbrettbohrer schreiben nicht etwa f&#252;r Provinzmedien oder Fanmagazine, sondern f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles nur geklaut. In einem sehr lesenswerten Beitrag mit dem Titel <a href="http://www.zeit.de/kultur/musik/2010-01/musik-pr-replik" target="_blank" class="liexternal">Distanz? Recherche? Pah!</a> echauffiert sich Zeit-Online-Redakteur Jan K&#252;hnemund zu Recht &#252;ber die immer mehr um sich greifende Unsitte von Musikjournalisten, die Promo-Texte von Plattenfirmen und Promotern unkritisch zu &#252;bernehmen. Vielfach sogar w&#246;rtlich. Diese journalistischen D&#252;nnbrettbohrer schreiben nicht etwa f&#252;r Provinzmedien oder Fanmagazine, sondern f&#252;r eigentlich ernstzunehmende Postillen wie Spex, Visions oder Musikexpress. Die Waschzettel, wie die Promo-Texte zu neuen Alben gemeinhin genannt werden, werden als Ersatz f&#252;r eigene kreative Denkleistung kritiklos &#252;bernommen, so lautet der Vorwurf. Der ist durchaus berechtigt.</p>
<p>Generell ist dazu zu sagen, dass es sich bei diesem Trend nicht um ein Ph&#228;nomen handelt, das allein die Musikredakteure betrifft. Nach Jahren der ungez&#252;gelten Stellenstreichungspolitik sind die Redaktionen fast aller Medien jammervoll unterbesetzt. Zeit f&#252;r intensive Recherche bleibt nicht. Die unterbezahlten freien Journalisten verf&#252;gen ebenfalls nicht &#252;ber ein unbegrenztes Recherche-Zeitbudget, wollen sie finanziell &#252;ber die Runden zu kommen. Dann kommt es h&#228;ufig dazu, dass Pressmitteilungen leicht umgeschrieben werden (ein bisschen Selbstachtung muss ja bleiben). Dass sich im beigelegten 186-seitigen Gesch&#228;ftsbericht der Firma xxx auf Seite 96 ein Klopper verbirgt, der die finanziellen Aussichen des Unternehmens ziemlich tr&#252;bt, bleibt unbemerkt.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zum Musikjournalismus. Der besonders zeitaufw&#228;ndig ist. Um sich ein fundiertes Urteil &#252;ber ein Album erlauben zu k&#246;nnen, muss man die gesamte Platte &#246;fter h&#246;ren. Im idealsten Fall &#252;ber mehrere Tage hinweg. Muss man bei unbekannten wie bekannten Bands einiges an Recherche investieren. Wo kommen sie her, wo gehen sie hin? Darf man sich niemals von einigen euphorischen Blogeintr&#228;gen blenden lassen, die im Vorfeld durch das Netz rauschen. Immer im Hinterkopf behalten: Es kann durchaus sein, dass der Kaiser keine Kleider tr&#228;gt.</p>
<p>Immer gut f&#252;r einen Lacher sind die Querverweise. Wie oft hat man auf Waschzetteln schon gelesen, dass die neue Band xy klingt wie Interpol. Oder die Arctic Monkeys. Oder Coldplay. Oder Neil Young oder King Crimson. Hauptsache, dass gro&#223;e Namen genannt werden. Man h&#246;rt die betreffende Platte und denkt still-emp&#246;rt bei sich: Spinnen die denn? Auf welchem Planeten leben die denn? Diese Band h&#246;rt sich in keinster Weise so an wie Interpol. Nie im Leben. Besonders zu bemitleiden sind Bands aus Island. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/sigur.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-3167" title="sigur" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/sigur-222x300.jpg" alt="sigur" width="222" height="300" /></a>M&#246;gen sie musikalisch noch in einer v&#246;llig anderen Ecke beheimatet sein, der Vergleich zu Sigur Rós (Foto) oder Bj&#246;rk folgt mit der Gesetzm&#228;&#223;igkeit von Lottozahlen am Samstag. &#196;rgerlich, so etwas.</p>
<p>Aber nicht nur die Musikjournalisten sollten ab und zu einen Besinnungstag einlegen und ernsthaft dar&#252;ber nachdenken, wo sie sich von ihrem Anspruch her sehen wollen. &#196;hnliches aber gilt f&#252;r Promoter und Plattenlabels. Auch hier w&#252;rde mehr Sorgfalt nicht schaden, vor allem im Umgang mit der deutschen Sprache. Sie wollen &#252;ber ihr Produkt informieren, dann sollten sie es auch in angemessener und ansprechender Weise tun. Besonders angesprochen f&#252;hlen sollten sich die kleinen Labels. Diese Kleinunternehmen k&#246;nnen sich keine professionellen und erfahrenen Texter leisten, so die Vermutung. Die Promotexte fallen entsprechend aus. Grammatik, Rechtschreibung und Lesbarkeit bleiben auf der Strecke. Im Ergebnis sind diese Texte h&#228;ufig f&#252;rchterlich zu lesen. Als Racheaktion w&#252;nscht sich die Musikredakteurin, dass die alte Deutschlehrerin doch bitte demn&#228;chst ungangemeldet mit gez&#252;cktem Rotstift bei den Kleinlabels auftauchen und Angst und Schrecken verbreiten soll.</p>
<p>Kommen wir zum n&#228;chstem Problem: Dem Klau.<br />
<img class="alignright size-medium wp-image-3166" title="diebstahl2" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/diebstahl2-300x225.jpg" alt="diebstahl2" width="300" height="225" />Wir von Nordische Musik haben den Anspruch, fundierte, ausgewogene und gut recherchierte Rezensionen, Artikel und Berichte zu schreiben. Wir haben keinerlei Spa&#223; daran, immer wieder unverhofft entdecken zu m&#252;ssen, dass unsere Texte ungefragt aus dem Netz geklaut und als Promotexte verwendet werden. Gerade bei hierzulande unbekannteren Bands, &#252;ber die wir zuerst in deutscher Sprache berichtet haben. Kommt h&#228;ufig vor, ist immer wieder &#228;rgerlich. Eine Mail, ein Anruf  gen&#252;gen. Aber es geh&#246;rt sich einfach, vorher um Erlaubnis zu fragen. Die wir gerne erteilen. Unter einer Bedingung: Dass die korrekte Quelle genannt wird.</p>
<p>Respekt gegen&#252;ber der kreativen Leistung anderer ist ein Wert, der besonders den Labels am Herzen liegen sollte. Ob gro&#223; oder klein.</p>
<p>(Foto:  M. Korsakov)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2010/01/28/waschzettel-lyrik-geklaut-und-wiedergekaeut/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eurosonic 2010: Krise, welche Krise?</title>
		<link>http://polarblog.de/2010/01/20/nebenb/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2010/01/20/nebenb/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 22:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Eurosonic]]></category>
		<category><![CDATA[I Was A King]]></category>
		<category><![CDATA[Joensuu 1685 Manna]]></category>
		<category><![CDATA[Pony The Pirate]]></category>
		<category><![CDATA[Royal Republic]]></category>
		<category><![CDATA[Seabear]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=3112</guid>
		<description><![CDATA[Die Musikindustrie ist in der Krise. Dar&#252;ber gab es auf der Konferenz der diesj&#228;hrigen Ausgabe des Eurosonic Festivals im niederl&#228;ndischen Groningen jede Menge Diskussionen, jede Menge unterschiedliche Standpunkte und nur sehr wenige &#252;berzeugende Antworten. Wird es in f&#252;nf Jahren noch Platten geben, Alben geben, oder wird sich dieses Konzept v&#246;llig &#252;berholt haben? Den gro&#223;en Labels [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Musikindustrie ist in der Krise. Dar&#252;ber gab es auf der Konferenz der diesj&#228;hrigen Ausgabe des <a href="http://www.noorderslag.nl/" target="_self" class="liexternal">Eurosonic</a> Festivals im niederl&#228;ndischen Groningen jede Menge Diskussionen, jede Menge unterschiedliche Standpunkte und nur sehr wenige &#252;berzeugende Antworten. Wird es in f&#252;nf Jahren noch Platten geben, Alben geben, oder wird sich dieses Konzept v&#246;llig &#252;berholt haben? Den gro&#223;en Labels bleibt, so scheints, nur das Prinzip Hoffnung. Deutlich wird eines: Die alten Sicherheiten, wie die Dinge im Gesch&#228;ft zu laufen haben, verlieren sich im digitalen Nebel. Klar ist nichts. Au&#223;er vielleicht der Tatsache, dass wir immer mehr Abschied vom Mainstream nehmen m&#252;ssen. Die Nischen regieren.</p>
<p>Geblieben ist das Gef&#252;hl, das Festivals stets pr&#228;gt: Welche Bands aus dem schier un&#252;berschaubaren  Angebot soll man an diesem kalten, verschneiten Winterabend w&#228;hlen? Was ist aufregend, wo lohnt es sich hinzugehen? &#220;ber wen wird am meisten geredet? Von angesagten Kapellen sollte man sich aber nicht unbedingt anziehen lassen. Der beste Weg: Sich treiben lassen und vielleicht ein paar Tipps von Freunden auf dem Weg mitnehmen.</p>
<p>Beim spontanen Entscheidungsprozess kann man auch danebenliegen. Wie beim schwedischen Quartett <a href="http://www.myspace.com/royalrepublicsweden" target="_blank" class="liexternal">Royal Republic</a>, die in den leergefischten Gew&#228;ssern von &#220;berv&#228;tern wie <a href="http://www.nordische-musik.de/627-Hives.html" target="_self" class="liexternal">The Hives</a> r&#228;ubern und zu markigen M&#228;nnergesten tendieren. Ordentlich ehrlichen Schwei&#223; vergie&#223;en, wie es sich geh&#246;rt, mit viel Stil und Pose, versteht sich. Aber nach Publikumsanbiederung ist der Nachtschw&#228;rmerin heute nicht, deshalb schnell entfleucht um die letzten Song der vertr&#228;umten norwegischen Indierocker <a href="http://www.nordische-musik.de/1885-I-Was-A-King.html" target="_self" class="liexternal">I Was A King</a> mitzubekommen, die immer noch die feinen Ver&#228;stelungen des Gef&#252;hlslebens pflegen, aber an H&#228;rte gewonnen haben. Steht ihnen nicht schlecht!</p>
<p>Mit dem Fahrrad an der Kirche vorbei auf die andere Grachtenseite gerutscht um nachzuschauen, was sich hinter all den netten Vorank&#252;ndigungen von <a href="Pony The Pirate " target="_blank" class="liinternal">Pony The Pirate </a>verbirgt, wo Norwegen doch sowieso das ausgew&#228;hlte europ&#228;ische Land ist, das im Zentrum des Festivals steht. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/pony.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-3114" title="pony" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/pony-300x229.jpg" alt="pony" width="300" height="229" /></a>Uff,  eine dieser vielk&#246;pfigen Spa&#223;truppen, die sich Fr&#246;hlichkeit und Tanzbarkeit auf die Fahnen geschrieben haben: Acht Protagonisten mit einer &#220;berzahl Instrumente tummeln sich auf der B&#252;hne und singen sich die Seele aus dem Leib. Das ist angenehm, das ist &#252;berm&#252;tig, dieses Gewirbel und diese wunderbar funktionierende Gruppendynamik. Das bringt die Beine zum Steppen, das l&#228;sst die Mundwinkel nach oben ziehen, das ist ein sympathisches V&#246;lkchen. Aber, hmm, um das Herz der Nachtaktiven zu gewinnen, braucht es etwas mehr.</p>
<p>Etwa das Unerwartete. Fast widerwillig den Gig von <a href="http://www.myspace.com/nicolaidunger" target="_blank" class="liexternal">Nicolai Dunger</a> sausen lassen, um auf Empfehlung von Mikko und Florian von der Frankfurter <a href="http://www.solarpenguin.de/" target="_blank" class="liexternal">Solarpenguin Agency</a> die finnische S&#228;ngerin <a href="http://www.myspace.com/mannamariam" target="_blank" class="liexternal">Manna</a> anzuh&#246;ren.  <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/manna.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-full wp-image-3116" title="manna" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/manna.jpg" alt="manna" width="170" height="259" /></a>Ein Beweis daf&#252;r, dass man auf den Rat von Experten h&#246;ren sollte! Manna ist eine zerbrechlich-harte Mischung aus Barschlampe, Femme Fatale und gutem M&#228;dchen.  Keiner hat je wirklich geglaubt, dass Debbie Harry eine Frau ist, die viel zu viel vom schlechten Leben wei&#223;. Dazu war sie immer viel zu intelligent und &#252;berlegen. Dazu hatte sie immer zu viel dieser gesunden Zerbrechlichkeit, die sie entschieden auf die Seite der &#220;berlebenden und K&#228;mpferinnen zog. So k&#246;nnte es bei Manna sein. Gef&#252;hl und H&#228;rte, intensiv, unfertig, im Aufbruch. Aufregend! Im Club stehen das Wasser, das Bier zentimeterbreit auf dem Boden, aber das ist egal in diesem Fall. Ein selbstbewusstes L&#228;cheln der S&#228;ngerin. Kein anbiederndes. Macht einen Unterschied, tasts&#228;chlich!</p>
<p>Die wunderbaren <a href="http://www.myspace.com/seabear" target="_blank" class="liexternal">Seabear</a> aus Island gie&#223;en den sanften, sternenf&#228;ngerischen Folkpop in der Gro&#223;grupppe, so sehr, dass die Augen leuchten. Pflegen das Improvisierte, das Unfertige, das Z&#228;rtliche und gewinnen Herzen damit. Zu einfach gestrickt? Von wegen! Naivit&#228;t und Ernsthaftigkeit regieren!</p>
<p>Der eigentliche emotionale H&#246;hepunkt des Abends aber kommt mit den finnischen Psychedelik-Rockern <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=2594" target="_self" class="liexternal">Joensuu 1685</a> nachts um Viertel nach eins im Vera. Verschroben. Intensiv. Bar jeder Eitelkeit. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/joensuu.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-full wp-image-3117" title="joensuu" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/joensuu.jpg" alt="joensuu" width="170" height="136" /></a>S&#228;nger Mikko Joensuu tr&#228;gt Rosenkranz auf wei&#223;em Bauernhemd, garniert mit Streberbrille anno 1979. W&#252;rde keinem schwedischen Musiker je einfallen, so was. &#220;berrollen das Publikum mit der Unwiderstehlichkeit reiner Schwerkraft. Kein Widerstand m&#246;glich. Reptetitive Klangmuster, bis zur Explosion vorangetrieben. Visionen, Innerlichkeit, ehrliche Abgehobenheit. Krautrock, Drone, alles Begriffe, mit denen sich Joensuu nie wirklich fassen lassen. Die Finnen bringen es fertig, rohe Gef&#252;hle auf ihr Grundraster zu reduzieren und dann etwas v&#246;llig Neues entstehen zu lassen. Der Bass sitzt noch Stunden sp&#228;ter fest im Bauch. Der starke Eindruck wirkt nach. Noch Tage sp&#228;ter.</p>
<p>Fotos: Dalai Lamula</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2010/01/20/nebenb/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>If Society: Sorry, dieser Laden hat geschlossen</title>
		<link>http://polarblog.de/2010/01/10/if-society-sorry-dieser-laden-hat-geschlossen/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2010/01/10/if-society-sorry-dieser-laden-hat-geschlossen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 19:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Diedrich Diederichsen]]></category>
		<category><![CDATA[If Society]]></category>
		<category><![CDATA[Spex]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=3100</guid>
		<description><![CDATA[Das finnische Label If Society zieht sich aus dem Gesch&#228;ft mit dem Schallplattenverkauf zur&#252;ck.» Sorry, dieser Laden hat geschlossen«, &#252;berschreibt Label-Mastermind Tommi Forsstr&#246;m einen langen Blogeintrag zur Begr&#252;ndung. Bis Ende des Monats k&#246;nnen Schn&#228;ppchenj&#228;ger hier noch zuschlagen, dann ist Schluss.
Es zeichnet sichdeutlich ab: Wir bewegen uns immer mehr auf den Tod des klassischen Tontr&#228;gers in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das finnische Label<a href="http://www.ifsociety.com/" target="_blank" class="liexternal"> If Society</a> zieht sich aus dem Gesch&#228;ft mit dem Schallplattenverkauf zur&#252;ck.» Sorry, dieser Laden hat geschlossen«, &#252;berschreibt Label-Mastermind Tommi Forsstr&#246;m einen langen <a href="http://www.ifsociety.com/blog.php?id=68" target="_blank" class="liexternal">Blogeintrag</a> zur Begr&#252;ndung. Bis Ende des Monats k&#246;nnen Schn&#228;ppchenj&#228;ger hier noch zuschlagen, dann ist Schluss.</p>
<p>Es zeichnet sichdeutlich ab: Wir bewegen uns immer mehr auf den Tod des klassischen Tontr&#228;gers in Albumform zu. Denn obwohl es weite Teile der Musikindustrie immer noch nicht wahrhaben wollen: Die Zahl der Kunden, die sich ein Album kaufen, ist r&#252;ckl&#228;ufig. Besonders wenn es sich um eine exotische Nische wie Indie-Rock handelt, jenseits der paar Dutzend Handvoll Bands, die heutzutage noch davon leben k&#246;nnen. Zur Illustration: Allein in Finnland waren die Plattenverk&#228;ufe 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent r&#252;ckl&#228;ufig. 2009 wird sich diese Tendenz wohl noch verst&#228;rkt haben.</p>
<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/closed.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-3101" title="closed" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2010/01/closed-255x300.jpg" alt="closed" width="255" height="300" /></a></p>
<p>If Society als Label haben vor elf Jahren ihren ersten kleinen Online-Shop aufgezogen und dar&#252;ber zehn eigene Ver&#246;ffentlichungen und noch rund 50 andere Platten vertrieben. Heute sind &#252;ber den digitalen Vertriebskanal und die physische Pr&#228;senz im Platten- und Comicladen <a href="http://www.pitkamies.net/" target="_blank" class="liexternal">Pitk&#228;mies</a> in Helsinki &#252;ber 2.000 verschiedene Produkte zu beziehen.</p>
<p>Dass mit dem Plattengesch&#228;ft keine Reicht&#252;mer zu verdienen sind, war Tommi Forsstr&#246;m und seinen Mitstreitern seit Jahren bekannt. Ein Gehalt konnten sie sich nie bezahlen. Jeder mit Plattenverk&#228;ufen verdiente Cent ist in die Produktion neuer Alben gewandert, oder alternativ in die R&#252;ckzahlung alter Schulden. Der einzige Antrieb: Die Begeisterung daf&#252;r, k&#252;nstlerisch unabh&#228;ngig zu sein und die Fahne des guten alten Indierocks hochzuhalten. Doch dieser Kampf gegen Windm&#252;hlen, der ist verloren.</p>
<p>Hinzu kommt: Die If-Society-Macher haben in letzter Zeit zunehmend das Interesse an der Zukunftsf&#228;higkeit des Konzepts Album verloren.</p>
<blockquote><p>There&#8217;s also another quite important reason for me personally: records just don&#8217;t mean that much to me personally anymore and after I noticed this very dramatic change in my consumer behaviour, I have a hard time convincing anyone else to still give a shit.</p></blockquote>
<p>Dazu passt &#252;brigens die heutige Lekt&#252;re der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, in der Diedrich Diederichsen in sch&#246;nen Schachtels&#228;tzen &#252;ber das <a href="http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~E4F88239F343B485497DB64622F558BBC~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" class="liexternal">angebliche oder tats&#228;chliche Ende der Plattenkritik</a> in der Intellektuellenpop-Postille Spex schreibt. Wer h&#228;lt sich heute noch an so altmodische Dinge wie offizielle Ver&#246;ffentlichungsdaten von Alben? Im Netz plaudert jeder, der sich dazu berufen f&#252;hlt, sowieso dar&#252;ber, ohne sich an Datumsvorgaben zu halten.</p>
<p>Das Album, eine Illusion? Der Song, die wichtigste Entit&#228;t, &#252;ber die noch geprochen wird? Festzustehen scheint: Dinge &#228;ndern sich, und sie &#228;ndern sich schnell. Und mit ihnen &#252;brigens auch der Musikjournalismus.</p>
<p>Noch aber ist das endg&#252;ltige Ende des Albums noch nicht da. Dass wissen selbst die If-Society-Leute im fernen Finnland. Denn sie werden selbstverst&#228;ndlich weiterhin Platten auf ihrem Label herausbringen. Wenige, handverlesene zwar &#8211; aber immerhin noch Alben. Und nach dem Ende der Verkaufsaktivit&#228;ten wollen sie sich &#252;brigens auf das konzentrieren, was ihnen am meisten Spa&#223; macht und was ihnen am wichtigsten ist: Das Musikmachen!</p>
<p>(Foto: Joel Zimmer)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2010/01/10/if-society-sorry-dieser-laden-hat-geschlossen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eurovision, aufgemischt: El&#228;kel&#228;iset und B&#228;&#228;bs nach Oslo!</title>
		<link>http://polarblog.de/2009/10/11/eurovision-aufgemischt-elaekelaeiset-und-baeaebs-nach-oslo/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2009/10/11/eurovision-aufgemischt-elaekelaeiset-und-baeaebs-nach-oslo/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 21:16:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Bääbs]]></category>
		<category><![CDATA[Eläkeläiset]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovision Song Contest]]></category>
		<category><![CDATA[Humppa]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Resistori]]></category>
		<category><![CDATA[Viola]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=2546</guid>
		<description><![CDATA[Der diesj&#228;hrige finnische Vorentscheid zum Eurovisionsspektakel in Oslo im kommenden Jahr f&#228;llt etwas bunter aus als in den Vorjahren. Neben den &#252;blichen Schlagerfuzzis, die au&#223;erhalb der Landesgrenzen niemandem bekannt sein d&#252;rften, haben sich in diesem Herbst zwei Au&#223;enseiter ins Rennen gebracht: Die wilden Anarcho-Humppa-Rocker El&#228;kel&#228;iset, die wegen ihrer v&#246;llig unberechenbaren Live-Auftritte auch in Deutschland  eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der diesj&#228;hrige finnische Vorentscheid zum Eurovisionsspektakel in Oslo im kommenden Jahr f&#228;llt etwas bunter aus als in den Vorjahren. Neben den &#252;blichen Schlagerfuzzis, die au&#223;erhalb der Landesgrenzen niemandem bekannt sein d&#252;rften, haben sich in diesem Herbst zwei Au&#223;enseiter ins Rennen gebracht: <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/10/ela.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-full wp-image-2549" title="ela" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/10/ela.jpg" alt="ela" width="250" height="182" /></a>Die wilden Anarcho-Humppa-Rocker <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=29" target="_self" class="liexternal">El&#228;kel&#228;iset</a>, die wegen ihrer v&#246;llig unberechenbaren Live-Auftritte auch in Deutschland  eine kleine, aber leidenschaftliche Fangemeinde besitzen. Sollte sie den nationalen Wettbewerb f&#252;r sich entscheiden, d&#252;rften sie im S&#228;uselliederland der Eurovision f&#252;r verst&#246;rte Mienen sorgen. Nicht zuletzt durch ihre Angewohnheit, zu den Zugaben gerne die H&#252;llen fallen zu lassen!</p>
<p>Der finnische Indiepop hat den Eurovision Song Contest als Spielwiese entdeckt, um dem  Mainstream-Business, das ihn schn&#246;de ignoriert, zu zeigen, dass er die Spielregeln zu eigenen Gunsten umbiegen kann. In Zeiten, in denen mit Musik kein Geld mehr zu verdienen ist, hei&#223;t die hei&#223;este W&#228;hrung Aufmerksamkeit und Mut zu ungew&#246;hnlichen Aktionen. Haben sich Tommi und Riku von der Elektropopband <a href="http://www.nordische-musik.de/980-Viola.html" target="_self" class="liexternal">Viola</a> gedacht, die ihre Songs inzwischen verschenken. Tommi, der Mann hinter dem r&#252;hrigen Indie-Label <a href="http://www.ifsociety.com/" target="_blank" class="liexternal">If Society </a>aus Helsinki, hat zusammen mit seinem musikalischen Partner Riku ein Lied f&#252;r den Song Contest geschrieben. Gesungen wird »You Don´t Know Tomorrow« <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/10/baabs.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-full wp-image-2550" title="baabs" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/10/baabs.jpg" alt="baabs" width="200" height="289" /></a>von P&#228;ivi Kankaro, der S&#228;ngerin der selbstbewussten Pop-Eigenbr&#246;tler <a href="http://www.nordische-musik.de/1277-TV-Resistori.html" target="_self" class="liexternal">TV-Resistori</a>. P&#228;ivi tritt als Kunstfigur<a href="http://www.facebook.com/pages/Baabs/141680196511" target="_blank" class="liexternal"> B&#228;&#228;bs</a> auf &#8211; als augenzwinkernd-ironische Hommage an die klassischen Eurovisions-Chanteusen, die durchaus mehr zu bieten haben als &#252;berkandidelte Tanzk&#252;nste und tief ausgeschnittene Flatter-Roben.</p>
<p>Wer sich &#252;ber das Niveau der finnischen Vorentscheids-Kandidate informieren will, kann den Kandidaten &#252;ber die <a href="http://euroviisut.yle.fi/osallistujat" class="liexternal">Website</a> des finnischen Fernsehenslauschen. Achtung, Oslo, da k&#246;nnte etwas auf Euch zukommen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2009/10/11/eurovision-aufgemischt-elaekelaeiset-und-baeaebs-nach-oslo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eigenwillig und innovativ: Das Fonal-Label</title>
		<link>http://polarblog.de/2009/03/08/eigenwillig-und-innovativ-das-fonal-label/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2009/03/08/eigenwillig-und-innovativ-das-fonal-label/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 19:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Eleanoora Rosenholm]]></category>
		<category><![CDATA[Fonal]]></category>
		<category><![CDATA[Islaja]]></category>
		<category><![CDATA[Lau Nau]]></category>
		<category><![CDATA[Paavoharju]]></category>
		<category><![CDATA[Risto]]></category>
		<category><![CDATA[Sami Sanpäkkilä]]></category>
		<category><![CDATA[Shogun Kunitoki]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=1478</guid>
		<description><![CDATA[Gro&#223;e Freude letztens beim &#214;ffnen des Briefkastens: Ein kleines P&#228;ckchen von Fonal Records kommt zwischen Rechnungen und Werbezetteln f&#252;r die grottenschlechte Pizzeria gegen&#252;ber zum Vorschein. Mit den beiden aktuellen Ver&#246;ffentlichungen des Hauses zum Besprechen f&#252;r  »Nordische Musik«. Noch gr&#246;&#223;ere Freude beim ersten Hereinh&#246;ren in Ristos zweites Album »S&#196;HK&#214;H&#196;IR&#214;&#214;N«: Das Quartett ist seiner anarchischen Rocklust [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gro&#223;e Freude letztens beim &#214;ffnen des Briefkastens: Ein kleines P&#228;ckchen von <a href="http://www.fonal.com/" target="_blank" class="liexternal">Fonal Records</a> kommt zwischen Rechnungen und Werbezetteln f&#252;r die grottenschlechte Pizzeria gegen&#252;ber zum Vorschein. Mit den beiden aktuellen Ver&#246;ffentlichungen des Hauses zum Besprechen f&#252;r  »Nordische Musik«. Noch gr&#246;&#223;ere Freude beim ersten Hereinh&#246;ren in <a href="http://www.nordische-musik.de/1919-Risto.html" target="_self" class="liexternal">Ristos</a> zweites Album »S&#196;HK&#214;H&#196;IR&#214;&#214;N«: Das Quartett ist seiner anarchischen Rocklust treu gelieben und w&#252;tet mit respektloser Brachialkraft. <a href="http://www.shogunkunitoki.com/" target="_blank" class="liexternal">Shogun Kunitoki</a> sind ein Neuzugang im Fonal-Universum: Die Band aus Helsinki vers&#246;hnt auf sehr eigenwillige Weise aktuelle Electronics mit Progressive-Rock-Elementen.</p>
<p>Eigent&#252;mlich. &#220;berraschend. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/03/fonal_logo_no_address_white_bg.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-1482" title="fonal_logo_no_address_white_bg" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/03/fonal_logo_no_address_white_bg-300x61.jpg" alt="" width="300" height="61" /></a>Das sind schon einmal zwei Adjektive, um zu beschreiben, was Fonal Records und der Mann dahinter, n&#228;mlich Mastermind Sami Sanp&#228;kkil&#228;, in den letzten Jahren mit ihren Bands aufgebaut hat. Fonal ist heute eines der interessantesten skandinavischen Labels &#252;berhaupt. Wie es die Fama wissen will, betreibt Sanp&#228;kkil&#228; sein Label vom heimischen Wohnimmer aus und spannt gerne Familienmitglieder zum Verpacken und Versenden der CD-Bestellungen ein. Die Familie wird es wohl auch sein, die jede einzelne Fonal-Ver&#246;ffentlichung eine liebevoll gestaltete, jeweils individuelle Bauchsch&#228;rpe aus Papier h&#252;llt.</p>
<p>Fonal-Ver&#246;ffentlichungen m&#252;ssten eigentlich mit einem Warnhinweis auf dem Cover erscheinen. »Vorsicht, Ihre &#252;blichen H&#246;rgwohnheiten k&#246;nnten aufs &#196;u&#223;erste herausgefordert werden«. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/03/paavoharju_yhahamaraa_cd-record.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-1484" title="paavoharju_yhahamaraa_cd-record" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/03/paavoharju_yhahamaraa_cd-record-300x284.jpg" alt="" width="300" height="284" /></a>Fonal-Bands wie <a href="http://www.nordische-musik.de/2102-Paavoharju.html" target="_self" class="liexternal">Paavoharju</a> (Foto),  <a href="http://www.nordische-musik.de/2357-Eleanoora-Rosenholm.html" target="_self" class="liexternal">Eleanoora Rosenholm</a>, <a href="http://www.nordische-musik.de/2106-Islaja.html" target="_self" class="liexternal">Isaja</a> oder <a href="http://www.nordische-musik.de/2556-Lau-Nau" target="_self" class="liexternal">Lau Nau </a>agieren zwar musikalisch auf recht unterschiedlichem Terrain. Gemeinsam ist ihnen aber die Unberechenbarkeit. Die Eigent&#252;mlichkeit. Die Experimentierlust. Und die Bereitschaft, ausgetretrene Pfade selbstbewusst zu verlassen und eigene Wege abseits der Hauptpfade zu gehen. Sich ins gr&#252;ne Dickicht vorzuwagen, wo alle Gewissheiten schwinden. Im Ergebnis klingen die Ver&#246;ffentlichungen dieser Bands auf so beunruhigende Weise &#252;berzeugend, dass Fonal-Platten von uns bereits mehrfach zur »CD des Monat« gew&#228;hlt wurden.</p>
<p>Abseits des Mainstreams kommt zwischen den Kleinstadt-Metropolen Tampere und Pori ein <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/03/eleanoora.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-1485" title="eleanoora" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/03/eleanoora-300x271.jpg" alt="" width="300" height="271" /></a>eigenst&#228;ndiger Stil zur Bl&#252;te, der an keinem anderen Ort der Welt so vorstellbar w&#228;re. In der scheinbaren Isolation entsteht der Freiraum, der n&#246;tig ist, um sich selbst zu definieren. Wobei Fonal ohne Sami Sanp&#228;kkil&#228; nicht vorstellbar ist: Mit traumwanderischer Sicherheit findet er die Bands, die genau in die Philosophie von Fonal passen. Denn auch das ist das eigentlich Erstaunliche: In all den Jahren seit der Gr&#252;ndung des Labels hat Sanp&#228;kkil&#228; sich noch keinen einzigen Fehlgriff in der Auswahl seiner Bands erlaubt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2009/03/08/eigenwillig-und-innovativ-das-fonal-label/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Musik ist kein Geld mehr zu verdienen, na und?: Viola</title>
		<link>http://polarblog.de/2009/02/21/mit-musik-ist-kein-geld-mehr-zu-verdienen-na-und-viola/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2009/02/21/mit-musik-ist-kein-geld-mehr-zu-verdienen-na-und-viola/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 21:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Darmstaedter]]></category>
		<category><![CDATA[Don McLean]]></category>
		<category><![CDATA[If Society]]></category>
		<category><![CDATA[Pitkämies]]></category>
		<category><![CDATA[The Long Tail]]></category>
		<category><![CDATA[The Notwist]]></category>
		<category><![CDATA[Viola]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://polarblog.de/?p=1438</guid>
		<description><![CDATA[Mit dem Verkauf von Tontr&#228;gern ist heute kein Geld mehr zu verdienen. Punkt. Dies gilt ganz besonders f&#252;r Bands, die die a) bei keinem gro&#223;en Label untergekommen sind, b) in einem kalten Land fernab der Zentren des Musikbusiness leben und c) &#252;ber kein funktionierendes internationales Vertriebs- und Kontaktnetzwerk verf&#252;gen. Wie Viola zum Beispiel. Das Duo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Verkauf von Tontr&#228;gern ist heute kein Geld mehr zu verdienen. Punkt. Dies gilt ganz besonders f&#252;r Bands, die die a) bei keinem gro&#223;en Label untergekommen sind, b) in einem kalten Land fernab der Zentren des Musikbusiness leben und c) &#252;ber kein funktionierendes internationales Vertriebs- und Kontaktnetzwerk verf&#252;gen. Wie <a href="http://www.nordische-musik.de/980-Viola.html" target="_self" class="liexternal">Viola </a>zum Beispiel. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/02/viola_promo1_small.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-1444" title="viola_promo1_small" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/02/viola_promo1_small.jpg" alt="" width="250" height="189" /></a>Das Duo aus Helsinki ist seit zehn Jahren mit seinem melodramatischem Elektropop unterwegs und hat mit »TEARCANDY«  eine der Platten eingespielt, die in meiner pers&#246;nlichen Bestenliste finnischer Popmusik seit Jahren einen der Spitzenpl&#228;tze belegt. Hinzu kommt der &#252;beraus wichtige Sympathiebonus: Viola-Gitarrist Tommi Forsstr&#246;m ist ein sehr netter und intelligenter Mensch, der gleichzeitig auch die treibende Kraft hinter einem der interessantesten Indie-Labels Helsinkis ist, n&#228;mlich <a href="http://www.ifsociety.com/" target="_blank" class="liexternal">If Society.</a> Und Tommi macht sich im<a href="http://www.ifsociety.com/blog.php?page=1" target="_blank" class="liexternal"> Label-Blog</a> seit l&#228;ngerem seine Gedanken &#252;ber die Zukunft der Indiemusik. Die trotz aller <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Long_Tail" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Long-Tail-Theorien</a> und damit der Macht der Nischenwirtschaft den Musikern keine &#246;konomische Lebensgrundlage geben wird.</p>
<p>So ist es nur ein folgerichtiger Schritt, dass Viola die logische Schlussfolgerung ziehen. »Always giving up in style«, wie sie es ironisch nennen. Sie verabschieden sich auf ihrer eigens angelegten neuen <a href="http://www.violamusicclub.com/" target="_blank" class="liexternal">Homepage</a> vom Konzept des bezahlten Tontr&#228;gers. Und w&#228;hlen nicht die Radiohead-Hintert&#252;r, dass die K&#228;ufer eben spenden k&#246;nnen &#8211; so viel, wie ihnen die Platte wert ist. Umsonst hei&#223;t hier umsonst.</p>
<blockquote><p>From now on everything we do will be free.<br />
Everything we&#8217;ve made in the past  is free as well.<br />
Starting April 1st 2009, we&#8217;ll be releasing 1 song each  and every month on this site. At midnight on the 1st of the month. They&#8217;ll all  be in digital format only and completely free.<br />
That&#8217;s it. We hope fans of physical records  are not too disappointed. Those things just weren&#8217;t making any more sense.<br />
This way all the walls between us and you are down. No more waiting  around. No more &#8220;promo period&#8221; or having to deal with distribution. Straight  from our hearts to yours.</p></blockquote>
<p>Sind wir also, um mit Don McLean zu sprechen, an dem Tag angelangt, an dem die Musik starb? &#220;berhaupt nicht! Denn wer das Gl&#252;ck eines einigerma&#223;en eintr&#228;glichen Brotjobs hat, der kann sich den Luxus leisten, seine Musik zu verschenken, die er im Nebenberuf einspielt. Weil eben das Herz an der Sache h&#228;ngt. Genau diese Entwicklung wird die Musikbranche vielleicht mehr ver&#228;ndern, als wir es uns heute vorstellen k&#246;nnen. Denn Geld gibts hier keines mehr zu verdienen. Musik wird in den kommenden Jahren sehr viel mehr von den Leuten gemacht werden, die die Musik lieben. Oder um es mit den Worten des deutschen Indiepopmusikers Dirk Darmst&#228;dter zu sagen: Der Anteil der echten Arschl&#246;cher im Gesch&#228;ft wird abnehmen, weil man damit nicht mehr reich werden kann.</p>
<p>Viola sind h&#246;chst aktiv, h&#246;chst lebendig und h&#246;chst pr&#228;sent. In ihrem physischen Outlet, dem Plattenladen <a href="http://www.pitkamies.net/" target="_blank" class="liexternal">Pitk&#228;mies</a> im Helsinkier In-Viertel Kallio gelegen, wo sie regelm&#228;&#223;ig lebhaft besuchte Konzerte befreundeter Bands veranstalten. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/02/viola_promo2_small.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-medium wp-image-1445" title="viola_promo2_small" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2009/02/viola_promo2_small.jpg" alt="" width="220" height="121" /></a>Als Labelbetreiber (und wer wei&#223;, wann sie sich von diesem Konzept verabschieden und neue Wege gehen.) Und als Band, was Tommi Forsstr&#246;m j&#252;ngst den »gl&#252;cklichsten Tag seines Lebens«  bescherte: Die Ank&#252;ndigung, dass Viola Ende April als Vorband beim historisch ersten Konzert von <a href="http://www.myspace.com/thenotwistnow" target="_blank" class="liexternal">The Notwist</a> in Finnland spielen werden. Alles, was in der finnischen Indieszene Beine hat, wird zu diesem Gig ins <a href="http://www.tavastiaklubi.fi/index_en.php" target="_blank" class="liexternal">Tavastia </a>in Helsinki pilgern. Sieht so der Tod der Musik aus?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2009/02/21/mit-musik-ist-kein-geld-mehr-zu-verdienen-na-und-viola/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Grundrecht auf gute Musik</title>
		<link>http://polarblog.de/2008/04/27/das-grundrecht-auf-gute-musik/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2008/04/27/das-grundrecht-auf-gute-musik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 11:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Downloads]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Darmstaedter]]></category>
		<category><![CDATA[emusic]]></category>
		<category><![CDATA[Römerberggespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwinden der Pappnasen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Musikindustrie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.polarblog.de/2008/04/27/das-grundrecht-auf-gute-musik/</guid>
		<description><![CDATA[Frankfurt, die vielgeschm&#228;hte, angeblich gesichtslose Bankenstadt, hat ihre Nischen zwischen Hoch- und Subkultur, in denen es sich gut leben l&#228;sst. Dazu geh&#246;ren die R&#246;merberggespr&#228;che, eine »Institution der Debattenkultur« laut Eigendefinition. Hier ist jetzt die selbst ernannte digitale Boheme aus dem fernen, schlendrianigen Berlin auf das korrekte Frankfurter Bildungsb&#252;rgertum getroffen, um &#252;ber die Zukunft des Internet und die Effeke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frankfurt, die vielgeschm&#228;hte, angeblich gesichtslose Bankenstadt, hat ihre Nischen zwischen Hoch- und Subkultur, in denen es sich gut leben l&#228;sst. Dazu geh&#246;ren die <a href="http://www.roemerberggespraeche-ffm.de/" class="liexternal">R&#246;merberggespr&#228;che,</a> eine »Institution der Debattenkultur« laut Eigendefinition. Hier ist jetzt die selbst ernannte <a href="http://wirnennenesarbeit.de/index.html?nr=20061013221540" class="liexternal">digitale Boheme</a> aus dem fernen, schlendrianigen Berlin auf das korrekte Frankfurter Bildungsb&#252;rgertum getroffen, um &#252;ber die Zukunft des Internet und die Effeke sozialer Netzwerke zu diskutieren.</p>
<p>Was hat das Ganze mit Musik zu tun? Sehr viel! Weil es auch um die Zukunft der Musikindustrie in Zeiten der ungehemmten kostenlosen Downloads ging. <img class="bildlinks" src="/wp-content/uploads/2008/04/dd1.jpg" alt=" " width="200" height="133" />Zu diesem Thema hatten die Veranstalter in einer weisen Entscheidung den erfreulich uneitlen und leidenschaftlich argumentierenden deutschen Popmusiker und <a href="http://www.tapeterecords.de" class="liexternal">Labelbetreiber</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Darmstaedter" rel="nofollow" class="liwikipedia">Dirk Darmstaedter</a> eingeladen, der &#252;ber »Pop als Pluriversum« referieren sollte, was er gottseidank nur zwei Minuten lang tat. Sondern ein engagiertes Pl&#228;doyer f&#252;r das Grundrecht auf gute Musik jenseits der Formatradios und der begrenzten CD-Regalfl&#228;chen im Wall Mart hielt</p>
<p>Denn die Musikindustrie, wie wir sie kennen, sie windet sich in Todeszuckungen auf dem Boden. Niemand wird den Niedergang der CD als Medium mehr mehr stoppen k&#246;nnen. Aber die Krise bietet Chancen. Chancen auf einen kreativen Neuanfang. Die Produktionsmittel der Musiker haben sich in dem Ma&#223; verbilligt, wie die Ums&#228;tze der Labelriesen geschrumpft sind. Eine Platte kann heute jeder an seinem Mac selbst aufnehmen. Daf&#252;r sind keine Studios mit einem Riesenstab an Personal mehr n&#246;tig, sagt Darmstaedter.</p>
<p>Dass mit Musik aber immer weniger Geld verdient wird und viele Musiker am Existenzminimum leben, hat erstaunlicherweise auch wenige positive Aspekte. Der »Pappnasenanteil« im Business schwindet. &#220;brig bleiben die, denen Musik wirklich am Herzen liegt &#8211; was die kreative Explosion nicht nur der deutschen Popszene in den letzten Jahren erkl&#228;rt. Viele, viele musikalische Parallelwelten entstehen &#8211; eine entschiedene Abkehr von der Massenkultur ist im Gang. »Die Nische w&#228;chst«, meint der Labelbetreiber.</p>
<p>Musik lieben und f&#252;r Musik zahlen &#8211; zwischen diesen beiden Ufern des Flusses gibt es immer noch keine zuverl&#228;ssige Br&#252;cke. Digitale Downloads sind f&#252;r Darmstaedters Tapete-Label eine »absolute Chance«. Modelle wie <a href="http://www.emusic.com/" class="liexternal">emusic,</a> die auf dem Abo-Gedanken basieren, sind eine denkbare Alternative f&#252;r die nicht allzufernen Zeiten, in denen die WOMs dieser Welt nach langem Siechtum endlich eines friedlichen Todes gestorben sind.</p>
<p><img class="bildlinks" src="/wp-content/uploads/2008/04/dd2.jpg" alt=" " width="200" height="300" />Vielleicht m&#252;ssen die Gedanken aber k&#252;hn und vertr&#228;umt ins Weite schweifen, damit die Musik auf Dauer &#252;berlebensf&#228;hig bleibt. »Wie w&#228;re es, wenn Musik wie Wasser flie&#223;en w&#252;rde?«, fragt Darmstaedter provozierend. Daf&#252;r w&#252;rden wir doch gerne f&#252;nf Euro im Monat zahlen. Oder sogar mehr. Gute Musik als Grundrecht. Zu der wir jederzeit Zugang haben. F&#252;r die wir so selbstverst&#228;ndlich zahlen wie f&#252;r Strom, Gas oder Wasser. Die Idee ist nicht so weit vom viel diskutierten Grundeinkommen-Gedanken entfernt. Dar&#252;ber nachzudenken lohnt sich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2008/04/27/das-grundrecht-auf-gute-musik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Musik von vorne: Bands f&#252;r 2008 [2/4]</title>
		<link>http://polarblog.de/2007/12/29/musik-von-vorne-teil2/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2007/12/29/musik-von-vorne-teil2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Dec 2007 13:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Wiludda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Post]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabeat]]></category>
		<category><![CDATA[Friska Viljor]]></category>
		<category><![CDATA[Hits 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Those Dancing Days]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.polarblog.de/2007/12/29/musik-von-vorne-teil2/</guid>
		<description><![CDATA[Wir wagen es und versprechen keinerlei Vollst&#228;ndigkeit: Hier folgt der zweite Teil des musikalischen Ausblicks auf das Jahr 2008. Teil 1 findet ihr unter folgendem Link. Zwischen Popmusik von zweifelhafter Qualit&#228;t und erster G&#252;teklasse ist dieses Mal alles dabei&#8230;
ALPHABEAT (DK) 
»In The Moonlight, On A Joyride« –diese kurze Zeile macht alles klar. Hier erwartet uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wagen es und versprechen keinerlei Vollst&#228;ndigkeit: Hier folgt der zweite Teil des musikalischen Ausblicks auf das Jahr 2008. Teil 1 findet ihr unter folgendem <a href="http://www.polarblog.de/2007/12/26/musik-von-vorne-teil1/" class="liinternal">Link</a>. Zwischen Popmusik von zweifelhafter Qualit&#228;t und erster G&#252;teklasse ist dieses Mal alles dabei&#8230;<br />
<strong>ALPHABEAT (DK) </strong></p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2007/12/alphabeat.jpg" alt=" " width="250" height="160" align="right" />»In The Moonlight, On A Joyride« –diese kurze Zeile macht alles klar. Hier erwartet uns keine hochfliegende Denkerlyrik und passend dazu ist die Musik eben das, was Oma landl&#228;ufig   »fesch« und   »beschwingt« nennt. Ein bisschen einf&#228;ltig, aber jederzeit verschwenderisch ausstaffiert. Wer auf liebliche Weine im normalen Leben verzichtet, der tue das auch besser bei diesen Sloganizern. Kein simpler Beat ist zu simpel und von schlechten Reimen wird sich quasi permanent ern&#228;hrt. In England wird derzeit ausgiebig getourt und der <a href="http://www.nme.com/index.php?search_term=alphabeat&amp;class=search&amp;x=0&amp;y=0&amp;search_type=site" class="liexternal">NME</a> preist diesem Popmusik-Sechser durchaus die Zukunft. Zwischen Wham!, B52’s und <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=551" class="liexternal">Abba</a> ist eben alles »superduber«. Und ja, auch das ist auch ein Zitat.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.myspace.com/thisisalphabeat" class="liexternal">myspace.com/thisisalphabeat</a><br />
<strong>THOSE DANCING DAYS (SWE)</strong></p>
<p><a href="http://www.nordische-musik.de/1672-Peter-Bjorn-&amp;-John.html" class="liimagelink"><img src="/wp-content/uploads/2007/12/thosedancing.jpg" alt=" " width="250" height="160" align="right" />Peter Bjorn And John</a>, Bloc Party, Les Savy Fav – die Labelmates sprechen eine eindeutige Sprache. Das Label <a href="http://www.wichita-recordings.com/artist.php/thosedancingdays/" class="liexternal">Wichita</a> sucht nach Qualit&#228;tsprodukten und der Erfolg l&#228;sst meist nicht lange auf sich warten. F&#252;nf Ladies aus Nacka, einem Vorort von Stockholm machen sich 2008 in ganz Europa auf den Weg. Entlang Northern Soul, Hammond-Pop und jugendlicher Ungeduld. Selbst die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ILuNZYmAs5o" class="liexternal">Videos</a> strotzen vor Charme und 80s-Feeling. Die Stimmen muss man m&#246;gen, die Naivit&#228;t auch. Vielleicht sind auch diese Songs im Winter verboten und entfalten erst auf saftigen Midsommar-Wiesen ihre endg&#252;ltige Kraft?</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.myspace.com/thosedancingdays" class="liexternal">myspace.com/thosedancingdays </a></p>
<p><strong>FRISKA VILJOR (SWE) </strong></p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2007/12/friskaviljor.jpg" alt=" " width="250" height="160" align="right" />Auf dem Arm hat sich S&#228;nger Daniel einen gro&#223;en schwarzen Balken t&#228;towieren lassen. Man k&#246;nnte meinen, er hat einfach eine ganze Armada an Treueschw&#252;re an die Liebsten &#252;berstechen lassen. Ist nat&#252;rlich nicht der Fall – allerdings nicht ganz abwegig. Denn mit ihrem <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=344&amp;PHPSESSID=059a17c594661fbcd2710165ec8cfc58" class="liexternal">diesj&#228;hrigen Album</a> und besonders den angekoppelten <a href="http://www.nordische-musik.de/tourtermine.php" class="liexternal">Touren</a> haben sie auch hier in Deutschland durchaus Erfolg gehabt. Anders als die meisten Schwedenbands zeigen sie, dass sie jeden Abend auf der B&#252;hne Spa&#223; haben k&#246;nnen. Mit oder ohne Alkohol. <a href="http://www.myspace.com/friskaviljor" class="liexternal">2008 folgt Album Nummer zwei</a> und daf&#252;r kann es nur eine Richtung geben: Steil nach oben!</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.friskaviljor.net" class="liexternal">friskaviljor.net</a> <span><span class="a"> </span></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://polarblog.de/2007/12/29/musik-von-vorne-teil2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

