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Foto nordische Landschaft

06. Dezember 2006

Nordic Notes-Gewinner

Wie versprochen hier die fünf Gewinner, die bei unserer Verlosung einen Nordic Notes-Sampler gewonnen haben. Sie wurden bereits per Email benachrichtigt. 

And the winner are …

  • Andreas Dietlmeier
  • Sabine Fischer
  • Kristel Bergfeld
  • Hans Kammler
  • Liisa (?)

Viel Spaß beim Hören …

23. Mai 2006

Isummat, der Bayerische Rundfunk und Nordische Musik

Am Samstag rief eine Mitarbeiterin des Bayerischen Rundfunks bei mir an, die eine Sendung zu grönländischer Musik produzierte. Karsten Sommer hätte man interviewt, so sprach sie mir auf den Anrufbeantworter, und nun bräuchte man noch die CD der Rockband Isummat, die ja auf www.nordische-musik.de vorgestellt werde. Ach ja, und die Sendung sei zweieinhalb Tage später, am Dienstag. Ob man rasch aushelfen könne …

Mich würde mal interessieren, was der BR sagen würde, wenn ich da anriefe und darum bitte würde, eine bestimmte CD geschickt zu bekommen? Nur weil ich die gern besprechen würde. Man würde mich nicht mal zu einem Redakteur durchstellen …

21. Mai 2006

Ich und Horst

Klar, die korrekte Wertung der von uns getesteten CDs schaut man am Besten im Lexikon unter »Geschmack« nach. Aber selbstverständlich losen wir nicht die Punktzahl, sondern entscheiden jeweils vor einem über Jahre gewachsenen musikalischen Hintergrund. Bei ca. 100 gehörten Alben pro Monat kann man dann ganz schnell zwischen Gut und Böse, Lordi und Texas Lightning entscheiden. Manchen Leuten ist die bittere Wahrheit aber ein Dorn im Fanherz. Zum Beispiel Yaman N., der so krass sauer war, dass er nicht mal eine Anrede für nötig hielt. Schauen wir also, was seine Analyse der Lage ist. Es geht um meine Pinboys-Rezension

Aha sehr interessant aber mehr würde es mich interesieren was du für ne  musik hörst ich wette du bist irgend son Hip Hop heini der kein besseren job gefunden hat und nun komentierst du über bands die eine musik machen von der du kene ahnung hast man merkt nähmlich du hast überhaupt keine ahnung von punkrock musik den sonst würdest du nicht son scheiss behaupten. Pinboys sind ne wirklich gute einzigartige punkrock band dessen musik man nicht mit irgend ne andere band vergleichen kann und was du da behauptet hast macht überhaupt keinen sinn warst du überhaupt schon ma auf einen konzert von den Pinboys? glaube ich nicht solltest du ma machen so würdest du vlleicht begreifen was für qualitäten diese band auszeichnen aber dir würde das ja eh nichts bringen weil du ja eh keine ahnung hast kannst du überhaupt irgend ein instrument spielen?oda hast du überhaupt was mit musik zu tun?ausserdem auch wenn solltest du keine band beleidigen sondern kritisieren und wenn du schon son profi bist könntest du ja irgend welche tipps oda geheimnisse von dir geben aber nicht son schwachsinn labern und ne band beleidigen das sie ich nicht als produktive kritik an deine aufgabe ist nähmlich nicht bands schlecht zu machen sondern eine empfehlung an den anderen leuten zu geben die die band nicht kennen und eine messege zur band rüberzubringen wie se sich verbessern könnte und dein musik geschmack sollte aus dem spiel bleiben denn wenn dus nicht hinkriegst eine ordentliche kritik über eine band abzugeben die nicht dein eigenen musik geschmack entsprechen bist du der falsche für diesen job!!!

Nachdem wir uns jetzt alle vom Kringeln auf dem Boden berappelt haben, hier der ultimative Leitfaden: Wie mache ich mich in Musikfragen am schnellsten zum Horst?

  1. Behaupte, der Feind (sprich: Rezensent) hört nur Volksmusik, Acid House oder andere grenzwertige Sounds.
  2. Unterstelle pauschal Willkür und keine Ahnung von Musik.
  3. Schwinge die Keule der »Einzigartigkeit des Sounds«. Geht immer, z.B. bei Schlager, Punkrock o. Ä.
  4. Unterstelle pauschal Willkür und keine Ahnung von Musik. Und wiederhole deine Aussage so oft wie möglich.
  5. Verurteile die Kritikunfähigkeit des Feindes aufs Schärfste!
  6. Bringe Totschlagargumente wie »du laberst Schwachsinn«, »du Arschloch« oder »fick dich, du Musiknazi!«.
  7. Verweise auf die Erfolge der Band und unterstelle dem Rezensenten vollkommene Fachfremdheit.
  8. Vergiss, dass es sich um CD-Kritiken handelt und schwärme von den un-glaub-lich-en Livequalitäten der Band.
  9. Vermute, dass der Feind selbst keinerlei instrumentelle Erfahrung hat. Denn wer´s nicht besser kann: siehe Nummer 6.
  10. Drohe jedem, der nicht deinen Geschmack teilt. Denn der ist Maß aller Dinge.
  11. Wer nämlich mit h schreibt ist…

17. Mai 2006

Die weniger schönen Aspekte unserer Arbeit …

Episode 1:

ArbeitsplatzIch erfahre von der in Deutschland erscheinenden neuen skandinavischen CD »XYZ«, die ich gern auf www.nordische-musik.de besprechen will und bitte um ein Rezensionsexemplar.

Antwort des Promoters/Plattenfirma XYZ (Konkreter Namen wird nicht genannt, da es sich um eine häufiger gehörte Antwort handelt): »Sorry, aber Webzines bekommen keine Exemplare, nur Print-Magazine.«

Ich: »Ok, aber ist das nicht ein bisschen unlogisch? Wenn ich die CD im gedruckten Veranstaltungsmagazin XYZ bespreche, erreicht Ihr damit einmalig eine Leserschaft von 18.000. Wenn ich es auf Nordische Musik bespreche, habt Ihr damit eine speziell an skandinavischer Musik interessierte Besucherzahl von 75.000 pro Monat. Außerdem bleibt die Rezension immer online und erreichbar, im Gegensatz zu einem Print-Magazin, das dann nicht mehr greifbar ist.«

Promoter: »Das ist halt so, das kann ich auch nicht ändern. Außerdem hab ich nur eine feste Menge an Promos für Print-Einsätze.«

Ich: »Ein Vorschlag zu Güte – Du machst uns eine Kopie Deiner eigenen CD, wenn Dein Bestand leer ist, und wir schreiben die Rezension damit. Dadurch hättest Du zusätzliche Ausgaben von 50 Cent für den Rohling und 1,45 Euro fürs Porto, aber eine immense zusätzliche Werbewirksamkeit. Das sollte es doch wert sein, oder nicht?«

Promoter: »Nein, das mache ich nicht, weil ich dadurch mehr leisten würde als in meinem Promotionvertrag festgelegt würde. Ich würde mein Budget selbst erhöhen.«

Ich, zunehmend genervt: »Gut, dann machen wir’s eben anders. Schick mir bitte ein Rezensionsexemplar, und ich werde es im Print-Magazin XYZ besprechen und danach eben auf Nordische Musik. Bekomme ich dann eines?«

Promoter: »Ja, aber ich hab leider gar keines mehr. Ich brenne Dir eine Kopie meines eigenen Exemplars.«

Ich – ohne Worte: » … «

Tja, liebe Leute, so oder ähnlich verläuft bisweilen die Korrespondenz mit deutschen Plattenfirmen

17. Mai 2006

… und die schönen Aspekte unserer Arbeit

Epsiode 2:

Vor einigen Tagen erreichte mich ein Paket aus Schweden: Das Swedish Music Information Centre hat mir unaufgefordert mal wieder 13 klassische CDs zur Besprechung geschickt.
Danke für Dein Vertrauen, Odd Sneeggen, kann ich da nur sagen …

Heute erreichte mich – auch unaufgefordert – ein Paket aus Schweden; Absender ist  das kleine Folklabel Drone. Der Inhalt: 25 CDs, darunter so Schätze wie Aufnahmen von Ulrika Bodén, Ranarim, Raun, Kraja (siehe Foto), Olle Lindvall, Johan Hedin, Nygårds/Stinnerbom, u.v.m.
Danke, Olle Paulsson, für Dein Vertrauen …

Kraja

Wir geben uns alle Mühe, Eure tollen CDs so bald wie möglich bei uns vorzustellen. Aber sagt selbst: Liegt da der Gedanke nicht nahe, als Musikjournalist nach Skandinavien auszuwandern?

 
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