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Foto nordische Landschaft

10. Mai 2006

Sach ma’ Mama

Der folgende Beitrag fällt in die journalistisch höchst anspruchsvolle, aber auch sehr bedenkliche Rubrik: Wie konstruiere ich am geschicktesten einen Zusammenhang, wo eigentlich gar keiner ist. Dabei war ich gestern echt bei einem unter dem Studentenpack sehr verbreiteten schwedischen Bekleidungshersteller, dessen zwei große Buchstaben hier nur eine Überleitung zu diesem köstlichen Dialog gestern in der Dortmunder U-Bahn, Linie U47, liefern sollen. Opa und Oma waren mit ihrem ca 12jährigen Enkel einkaufen und saßen gegenüber.

Opa zum Kind "Sach ma' Mama: das soll sie mit Weichspüler und auf "links" waschen. Kannze dir das merken?"

Oma zu Opa: "Klar kann er sich das merken – is' doch nicht blöd!“

[kurzes Schweigen]

Oma zu Opa: "Ruf du nachher noch mal an!"

[Enkel guckt betreten aus dem Fenster]

09. Mai 2006

Kleb’ dir einen!

Es gehört schon eine Portion Mut dazu, sich hinter den Achtjährigen einzureihen, die den Nachschub für ihre ersten kapitalistischen Erfahrungen auf dem Schulhof besorgen. Einen Podolski gegen vier Holländer oder einen Ronaldinho gegen zwei glitzernde Wappen. Es wird getauscht, was das Zeug hält. WM-Zeit ist Sammelbildzeit!

Manche setzen Geld, manche spielen um gepanschtes Öttinger Radler – ich setze Geld, spiele jeden Dienstag Abend im Tremonia Park Fußball um eine Kiste Radler und stelle mich an diversen Kiosken, die in Dortmund noch immer an jeder Ecke locken, hinten an. Logisch, Nachschub holen.

596 Kästchen gilt es zu füllen, wobei nur 19 der schwedischen Auswahl vorbehalten sind. Die Skandinavier haben es ja bekanntlich verpasst, sich in voller Kompaniestärke für die WM zu qualifizieren und so ruhen die Hoffnungen auf den Gelb-Blauen, die skandinavische Flagge hoch zu halten (na ja, bis Deutschland die Stockholmer Hinterwäldler im Achtelfinale nach Hause schickt … hehe).

Einmal angefixt kann man auch gar nicht mehr anders, als sich an jeder Bude die nächste Tüte zu holen, auch wenn die Leidenschaft die gleichen Unsummen verschlingt, wie ein Kurztrip gen Norden. Aber verdammt, ich brauch' unbedingt noch den Larsson auf der 168. Tausche gegen die blöden Holländer – die hab ich nämlich schon voll!

09. Mai 2006

Kari Bremnes in der Hamburger Fabrik

Kari Bremnes live in der Hamburger Fabrik 2006Es war natürlich wieder ein Pflichtbesuch, nachdem ich mich durch Kari Bremnes' komplette Discografie gearbeitet hatte und sie vor einigen Monaten interviewt hatte: ihr Auftritt in der Hamburger Fabrik am 5. Mai.

  • Helge Norbakken ist jedes Mal, wenn ich ihn höre, noch besser geworden.
  • Neben Bengt Hanssen (Keyboards) war diesmal noch ein Trompeter dabei: Mathias Eick (sonst bei Jaga Jazzist, Motif, Motorpycho, Iro Haarla, u.v.m.) trat damit live in die Fußstapfen, die Nils Petter Molvær und Arve Henriksen im Studio getreten hatten.Die Fabrik war diesmal bestuhlt. Passt zur Musik.
  • Kari Bremnes legte den Schwerpunkt auf die Songs ihres neuen Albums – die Auswahl der Songs »Ansiktet Te Månen«, »En Stemme I Athen«, »Per Og Paul Og Janus« und »Over En By« hätte ich anders getroffen, aber sie war im Rahmen des Konzerts ok.
  • Apropos »Over En By«: Bei der Ansage zu diesem Lied, mit dem sie das reguläre Programm beendete, verhaspelte sie sich, denn zuvor sollte laut Setlist noch der »Schrei« gespielt werden. Die Überleitung in letzter Sekunde war jedoch elegant, und die meisten Konzertbesucher bemerkten den Fauxpas sicher nicht.
  • Wenn Dirk Achim Dhonau im Programmheft der Fabrik aus meinem Interview mit Kari Bremnes zitiert und sogar seine Headline »Joni Mitchell des Nordens« aus meiner Rezension entnimmt, ehrt das zwar, aber ohne Quellenangabe wirkt das doch immer etwas lausig und unehrenhaft.

08. Mai 2006

Turmion Kätilöt: Hebammen des Verderbens

Turmion Kätilöt,

was übersetzt soviel wie “Die Hebammen des Verderbens” bedeutet, sind eine 6-köpfige finnische Elektronik-Crossover-Band Band, die es wie keine Zweite versteht, die Elemente des Technos mit denen des Metals zu vermischen.
Zur Rezension …

05. Mai 2006

25 Minuten später

MaskeUnd:

Fünf Minuten warten.

Weil:

Muss ja noch ein bisschen abkühlen, bis man unter die Menschen kann.

Man will ja niemanden unnötig erschrecken.

 
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